Beitragsfoto Cembalokonzert

Veröffentlichungen

Bisher erschienen:

  • Die Verzierungen in der spanischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts
    Peter Lang, Frankfurt 1998
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  • Los Ricercare de laúd o vihuela
    in: Laboratorio de Arte 7
    Universidad de Sevilla, 1994
  • Iriarte, Tomás de
    in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart
    Bärenreiter, Kassel u.a. 2003
  • Die Affekte in der spanischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts
    in: Gestik und Affekt in der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts
    Michaelsteiner Konferenzberichte, Heft 63
    Stekovics, Dößel 2003
    online bestellen über Kloster Michaelstein
  • La ornamentación en la música española en los siglos XVII y XVIII
    in: Claves y pianos españolas:  Interpretación y repertorio hasta 1830
    Instituto de Estudios Almerienses, Almería 2003

    Zusammenfassung

    Die Verzierungen der spanischen Musik des 17. Jahrhunderts

    Dr. Esther Morales Cañadas

    Der Begriff „Ornamentation“ kann der allgemeinen Idee des Barock zugeordnet werden,  bezogen auf die bildenden Künste, die Literatur und die Musik. In der letzteren erscheint er als  Charakteristik der Instrumentalstile zwischen 1600 und 1750 – ungeachtet, ob es sich um  Verzierungen als essentieller, wenngleich „künstlicher“ Teil der Melodie handelt, oder ob  Verzierungen in der melodischen Linie eines strengen Satzes angebracht werden.

    Die Ornamentation in der spanischen Musik des 17. und 18. Jahrhundert erscheint als Fortsetzung  und Verstärkung älterer Traditionen, zum Teil wegen der großen Anzahl theoretischer Texte, die  aus dieser Zeit zugänglich sind, jedoch ebenso, weil der Stil dieser Periode nicht mit  ihrem Erbe bricht, sondern daraus Inspiration bezieht – daraus und aus anderen Einflüssen, wie  z.B. der arabischen Kultur.

    Obwohl das 17. Jahrhundert eine vergleichsweise beschattete Zeit in der Geschichte der  spanischen Musik zu sein scheint – verglichen mit dem goldenen Zeitalter der Renaissance – ist  es genau der Moment, in dem alle vorhandenen Theorien zu einem Höhepunkt geführt werden,  personifiziert in Komponisten wie Correa de Arauxo, Gaspar Sanz, Pedro Cerone und Pablo  Nassarre. Diese sollten einen Stil hervorbringen, den man national nennen könnte, besonders,  was die Ornamentation angeht.

    Correas Verzierungen sind mit nichts zu vergleichen, weder mit seinen Vorgängern, noch mit  seinen Nachfolgern. Seine quiebros und redobles, besonders die especiales,  zeigen orientalischen Einfluss in einzigartigem Maße. Auf der anderen Seite können Parallelen  dazu in den folkloristischen Werken Manuel de Fallas gefunden werden. Es war Gaspar Sanz, der  das Erbe der italienischen und französischen Musik in Kompositionen für die spanische Gitarre  verwandelte. Er machte aus dieser nicht nur das spanische Instrument par excellence, sondern  bereitete mit seiner Theorie der Ornamentation einen iberischen Stil vor, der noch kommen  sollte. Er beeinflusste die Werke der folgenden Jahrhunderte, besonders die für Gitarre und für  Cembalo (wie man an den Kompositionen A. Solers erkennen kann).

    Lehrmeister wie Pedro Cerone, als Brücke zwischen Renaissance und Barock, und Pablo Nassarre, als Übersetzer alter Theorien in eine neue Sprache, regten Kontroversen und Traditionen an, die bis heute andauern.

    ©2000 by Dr. Esther Morales Cañadas

  • Sevilla-Spuren der kulturellen Vielfalt einer Stadt in ihrer Musikgeschichte
    in : Stöck, Katrin und Gilbert (Hg.): Musik-Stadt – Traditionen und perspektiven urbaner Musikkulturen, Bericht über den XIV Internationalen Kongress der GfM, Band 4., Leipzig, 2012
  • Musikalische Resonanz des Galanten Stils in Hamburg – Vergleiche zwischen Lyrik und Musik 
    in: Cornelia Hobohm (Hg.): Menantes. Ein Dichterleben zwischen Barock und Aufklärung. Palmbaum, Bd. 21, Jena 2006
  • Die Empfindsamkeit als Brücke zwischen Barock und Klassik
    in: Sturm und Drang in Literatur und Musik, MichaelsteinerKonferenzberichte Heft 65, Dößel 2004
  • Die iberische Sonate als Zussamenfassung und Brücke der Stile
    in: Detlef Altenburg und Rainer Bayreither (Hrsg.): Musik und kulturelle Identität, Bericht über den XIII Internationalen Kongress der GfM, Band 3.
    Weimar 2004, ed. Bärenreiter 2012
  • Antonio Soler, un visionario ilustrado – Intento musical y biográfico razonado (Jenaer Beitäge zur Romanistik 4 )
    AVM. edition, München, 2014

In Vorbereitung:

  • Elementos musicales griegos y árabes en la España de las tres culturas
    in: Bericht des Hispanisten-Kongress in Münster/Westfalen

    Literarische Werke:

  • Mein Koffer und ich und Die kurze Reise
    in: Frauen auf Reisen
    Escritor-Verlag, Taunusstein 2003
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  • Illustrationen zu: Froschparade
    Wer einen Prinzen will, muss einen Frosch küssen
    Escritor-Verlag, Taunusstein 2004
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